Kurz gesagt: Ein KI-Proof-of-Concept muss eine einzige Frage beantworten: Läuft das mit unseren echten Daten? Dafür braucht es keine drei Monate und kein großes Budget. Es braucht einen echten Ausschnitt aus dem Alltag, vorher festgelegte Kriterien und eine feste Dauer. Danach steht eine Entscheidung, keine Präsentation.
Fast jedes mittelständische Unternehmen hat inzwischen einen KI-Piloten hinter sich. Viele davon enden gleich: Die Demo war beeindruckend, die Präsentation auch. Und dann passiert nichts.
Das liegt selten an der Technik. Meist liegt es an drei Dingen:
Ein PoC, der so aufgesetzt ist, kostet Zeit und Vertrauen. Und er macht das nächste KI-Projekt schwerer, weil alle schon einmal enttäuscht wurden.
Ob ein Sprachmodell eine Bestellung lesen kann, ist heute keine offene Frage mehr. Die offene Frage ist eine andere: Funktioniert das mit Ihren Belegen, Ihren Stammdaten und Ihren Sonderfällen?
Genau darauf sollte ein PoC zielen. Alles andere kann warten.
Keine ausgesuchten Beispiele, sondern das, was in einer normalen Woche tatsächlich ankommt. Inklusive der unangenehmen Fälle. Wenn ein Teil der Bestellungen als Freitext-Mail kommt, gehören Freitext-Mails in den Test.
KI im Vertrieb scheitert selten am Lesen. Sie scheitert am Zuordnen: Welcher Kunde ist das? Welcher Artikel ist gemeint, wenn der Kunde seine eigene Bezeichnung verwendet? Deshalb gehört ein Export der Kunden- und Artikelstammdaten von Anfang an dazu. Erst damit zeigt sich, ob die Lösung im echten Betrieb trägt.
Bevor der erste Beleg verarbeitet wird, sollte klar sein, woran Sie den Erfolg messen. Bewährt haben sich drei Fragen:
Wichtig ist vor allem der zweite Punkt. Ein System, das bei Unsicherheit sauber sagt „das muss ein Mensch prüfen, und zwar aus diesem Grund“, ist im Alltag mehr wert als eines, das bei jedem Beleg selbstbewusst rät.
Für einen klar umrissenen Anwendungsfall reichen meist wenige Wochen. Ein PoC, der sich über ein Quartal zieht, ist in der Regel schon ein Projekt ohne Vertrag.
Genauso wichtig ist, was Sie bewusst weglassen:
So setzen wir das bei OrderAI um, unserer Lösung, die Bestellungen, Anfragen und andere Belege aus Mail, PDF und Excel geprüft ins ERP bringt:
Am Ende steht keine Folienschlacht, sondern eine Liste mit Ihren Belegen und einem klaren Ergebnis je Fall.
Ein guter PoC endet mit einer Entscheidung. In der Praxis gibt es drei:
Wenn Sie alle fünf Fragen mit Ja beantworten, ist Ihr PoC gut aufgesetzt.
Der PoC klärt, ob es mit Ihren Daten grundsätzlich funktioniert. Der Pilot läuft danach im echten Betrieb, mit Anbindung an Ihre Systeme und zunächst im Prüfmodus.
Kaum. Für den OrderAI-Test reichen echte Belege und ein Export der Stammdaten. Die Belege stellt meist der Fachbereich zusammen, den Export liefert die IT einmalig.
Echte Belege enthalten Daten Ihrer Kunden. Klären Sie deshalb vor jedem PoC mit echten Daten, wo diese verarbeitet werden, und schließen Sie eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung. OrderAI läuft auf Wunsch on-premise oder in einer deutschen Cloud, mit einer eigenen Instanz pro Kunde.
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